Zubereitung

Für 2 Personen
Schwierigkeitsgrad: einfach
Zeit: 30 min

1. Cherrytomaten vierteln, Tomaten entkernen, fein würfeln. Knoblauchzehe und Schalotte fein würfeln. Petersilie und Basilikum sehr klein schneiden. Die Chilischote in feine rote Streifen schneiden. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, weißem Balsamico Essig, Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken. Anschließend Tomatenmarinade ziehen lassen.

2. Pinienkerne leicht anrösten und abkühlen lassen. Basilikum blanchieren, in Eiswasser abschrecken und auf einem Küchentuch trocken tupfen. Die abgekühlten Pinienkerne, Basilikum, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer hinzufügen, fein mixen und beiseite stellen.
Schalotte fein würfeln und in 1 EL Olivenöl und 2 EL Butter glasig dünsten.
Risotto einstreuen, dünsten bis die Körner leicht glasig sind. Im Anschluss mit dem Wein im Rühren ablöschen.
Gemüsefond hinzufügen, rühren, kurz aufkochen lassen. Dann die Hitze reduzieren und bei kleiner Hitze im offenen Topf 18 Minuten köcheln, gelegentlich umrühren.
Zum Schluss Risotto vom Herd ziehen, Basilikum-Mix in das Risotto einrühren, Butter und geriebenen Parmesan unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Seelachs mit Zitrone beträufeln und mit Meersalz leicht salzen.
Beidseitig leicht Mehlen und in Butterschmalz von beiden Seiten auf den gewünschten Garpunkt braten.
Zusätzlicher Tipp: Seelachs von der Hautseite 2 Minuten anbraten, wenden und eine weitere Minute braten.

Zutaten

Für den Seelachs:
Seelachsfilet
½ Zitrone
Butterschmalz (zum anbraten)
Meersalz aus der Mühle
Mehl

Basilikum Risotto
150g Risotto
2 EL Pinienkerne
1 Bund Basilikum
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Meersalz
Pfeffer
1 Schalotte
Butter
60 ml Weißwein (Riesling trocken)
375 ml Gemüsefond
50 g Parmesan

Marinierte Tomaten:
8 kleine Cherrytomaten
1 Knoblauchzehe
1 kleine Schalotte
1 EL Petersilie
2 Blatt Basilikum
1 mittelscharfe rote Chilischote
Olivenöl
Weißer Balsamico Essig
Meersalz
Pfeffer
Zitrone

Weitere Rezepte

Unsere Entscheidung
für Nachhaltigkeit

Wildzeit Produkte sind nach den Wildfisch-Kriterien des internationalen ökolgischen Verbands Naturland zertifiziert.
Bei der Auswahl unserer Partner achten wir auf tierfreundliche, umwelt- und ressourcenschonende Vorgehensweisen, d.h. gegenwärtige Nutzungspraktiken sollen zukunftsorientiert gestaltet und Produkte verantwortungsvoll erzeugt werden. Sodass kein Mensch und auch nicht unser Planet darunter leidet.

Im Fokus der Naturland Zertifizierung stehen vor allem kleine, handwerkliche und besonders vorbildliche Fischereien.
Im Vergleich zu anderen Zertifizierungsstandards, wie beispielsweise dem MSC Siegel für nachhaltige Fischerei, berücksichtigt Naturland Wildfisch neben Umweltaspekten auch soziale Standards, die die Fischereien zu 100% und auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette erfüllen müssen. Zudem müssen Naturland Wildfisch Produkte nach den Naturland Richtlinien für ökologische Produkte weiterverarbeitet werden und eine Rückverfolgung auf allen Ebenen gewährleisten.

Wie streng sind die beiden Siegel?

Die Standards des Naturland Verbands zählen zu den strengsten in Deutschland und müssen zu 100% eingehalten werden. Die Richtlinien werden alle zwei Jahre von Experten geprüft. Der MSC führt ein Scoringsystem, bei welchem Fischereien eine gewisse Punktzahl erzielen müssen. Leider werden Zertifikate zu früh vergeben und die Zertifizierung läuft nicht transparent genug ab.

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Neben ökologischen Standards verfolgt Naturland strenge Richtlinien zur Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten, die über das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit hinausgehen.
Auch der MSC beinhaltet Richtlinien, die Zwangs- und Kinderarbeit unterbinden sollen. Arbeitsrechtliche Anforderungen sind im Programm jedoch derzeit noch nicht vorgeschrieben. MSC zertifizierte Fischereien und Unternehmen sind verpflichtet geltende internationale, nationale und regionale Gesetze und Vereinbarungen einzuhalten. 

Wildzeit Nordsee-Seelachs wird in der nördlichen Nordsee unter deutscher Flagge und somit nach deutschem Arbeitsrecht gefangen und ist an die strengen Richtlinien der MLC (Maritime Labour Convention) gebunden. Um diese zu umgehen, haben andere Fischereischiffe ihren Heimathafen oft in Drittländern.

Der Thunfisch für die Wildzeit Pizza stammt von den Azoren aus handwerklicher Fischerei. Hier herrscht eine Kultur der Integrität und des Respekts, in der Arbeitsrechte geschützt und menschenwürdige Arbeitsbedingungen gewährleistet werden. Frauen sind z.B. in der gesamten Lieferkette wichtige Arbeitnehmer und sowohl direkt als auch indirekt am Erfolg beteiligt.

Fangmethode, Fischbestände &
Beifang

Seelachs wird in der Nordsee mittels pelagischer Scherbrettnetze gefangen. Sie haben keinen Einfluss auf den Meeresboden, weil sie ihn in der Regel nicht berühren und auf strukturreichen Böden nach Naturland Richtlinien nicht genutzt werden dürfen. In den meisten Fällen wird gezielt auf eine Art gefischt, und die Beifangraten anderer Arten sind sehr niedrig („reine Fischerei“). Korridore der Jungfische dürfen von Naturland Fischereien nicht befischt werden.1

Der Fang des Echten Bonito im großen Stil führt in vielen Gebieten, wie beispielsweise im Indischen Ozean, aber auch in unserem Fanggebiet, dem östlichen Atlantik, zu sehr hohen Beifangquoten. Der Fisch wird dort größtenteils mittels Ringwadennetzen oder unselektiven Langleinen gefangen. Bei der Fischerei mit Ringwaden kann es zum Beifang von Delfinen kommen, der aber durch verschiedene Techniken reduziert werden kann. Im Ostatlantik wird ein Großteil der Fänge mit Fischkonzentrationseinrichtungen (FADs) getätigt. Neben der Zielart sammeln sich hier auch andere Arten, u.a. auch viele Jungtiere. FADs können daher den Beifang an zu kleinen Fischen, Schildkröten, Haien und anderen Meeresbewohnern in der Ringwadenfischerei erhöhen, die zum Teil (z.B. Schildkröten) aber lebend zurückgesetzt werden können. Nähere Informationen: https://www.fischbestaende-online.de/fischarten/echter-bonito-skipjack/echter-bonito-im-oestlichen-atlantischen-ozean

Unser Naturland Thunfisch, Echter Bonito, wird auch im östlichen Atlantik auf den Azoren mit Angelruten gefischt, einer sehr selektiven Methode bei der Beifang in dieser Form keine große Rolle mehr spielt. Auch der Köderfisch für den Thunfischfang wird vor Ort gefischt und dessen Bestand von Naturland streng geprüft. Der Köderfisch des MSC Thunfisches muss nicht zertifiziert sein. 

Die Fangmengen werden bei Naturland Wildfisch immer an aktuelle wissenschaftlichen Daten angepasst. Die Zertifizierung fordert zudem eine wissenschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen geeigneter Forschungsprojekte.

Meeresschutz

Laut des Greenpeace Reports2 werden rund zehn Prozent der Plastikmüllbelastung in den Meeren durch die Fischerei verursacht – von sogenannten Geisternetzen, die beim Fischfang abhanden kommen und im Meer verbleiben, Fischfallen und alten Leinen. Das entspricht ca. 640.000 Tonnen pro Jahr. Unsere Seelachsfischerei versucht diesem Problem entgegen zu wirken und sammelt alte Netze an Bord, um sie später an Land, soweit möglich, zu neuen Netzen zu recyceln.

Fazit

Fischerei im nachhaltigen Sinne sollte ganzheitlich betrieben werden und sowohl die ökologischen, als auch die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte berücksichtigen. Insbesondere das Wohl der an der Wertschöpfungskette beteiligten Menschen.
Jegliche Siegel für Nachhaltige Fischereien sind ein Schritt in die richtige Richtung. Leider arbeiten aber nicht alle nachhaltig zertifizierten Unternehmen nach wirklich ökologisch schonenden Praktiken. So entstehen hohe Beifangquoten, die Plastikmüllbelastung in den Meeren und soziale Ausbeutung der beteiligten Menschen. Wo die Fischindustrie das Meer beherrscht, werden kleine Fischereien, die oft handwerklich und vorbildlich arbeiten, verdrängt. 
Wer also sichergehen möchte, dass nicht nur das Mindestmaß an Richtlinien erfüllt wird, kann sich beim Kauf von Produkten mit dem Naturland Wildfisch Siegel sicher sein und diese mit gutem Gewissen genießen.

Quellen

1 https://www.fischbestaende-online.de/fanggeraete/aktive-geraete/schleppnetze/pelagische-schleppnetze/pelagische-scherbrettnetze/
2https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20190611-greenpeace-report-ghost-fishing-ghost-gear-deutsch.pdf

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